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Was Politik, Gesellschaft und Medien unter dem Stichwort: "Demographischer Wandel" diskutieren, lässt sich auf eine
einfache Aussage bringen: Die Zahl der jungen Menschen nimmt immer stärker ab, die Zahl der Älteren zu. Der Grund: die
sinkende Geburtenrate bei gleichzeitig steigender Lebenserwartung des Einzelnen.
In der Arbeitswelt ist dieser demographische Wandel bereits Gegenwart. Zwar schätzt man, dass erst in zehn bis zwanzig Jahren
dem Arbeitsmarkt nicht mehr genügend qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen könnten. Doch das Phänomen der alternden
Belegschaften ist schon jetzt sichtbar, und der Alterungsprozess wird sich beschleunigen. Unternehmen und Betriebe müssen
also schnell lernen, mit einer im Durchschnitt älteren Belegschaft zu arbeiten und innovativ zu bleiben. Überdies müssen sie
Wege finden, zusätzliche Arbeitskraft-Potenziale zu aktivieren, um auch in Zukunft im internationalen Wettbewerb bestehen zu
können.
Wie wird sich das Erwerbspersonenpotenzial also voraussichtlich entwickeln? Womit müssen die Unternehmen rechnen?
Ähnlich wie für die Bevölkerung insgesamt zeichnet sich auch für die Bevölkerung im Erwerbsalter von 20 bis 64 Jahren (heute
50 Millionen) eine deutliche Schrumpfung und Alterung ab. Nach der 11. koordinierten Bevölkerungsprojektion des Statistischen
Bundesamtes werden im Jahr 2050 zwischen
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22 und 29 Prozent weniger Menschen im Erwerbsalter von 20 bis 64 Jahren sein. Das Ausmaß dieser Schrumpfung wird von der
Höhe der Zuwanderung erkennbar, allerdings nicht entscheidend beeinflusst.
Bis 2020 wird der größte Teil der geburtenstarken Jahrgänge, die sogenannten Babyboomer, das Rentenalter noch nicht erreicht
haben und entsprechend dem Arbeitsmarkt erhalten bleiben. Erst um 2030, wenn die bis 1965 Geborenen mindestens 65 Jahre alt
sind, wird der Rückgang deutlich spürbar sein und sich anschließend weiter verstärken.
Das ist noch lange hin, wird mancher denken, doch gehandelt werden muss schon heute. Denn einerseits müssen jetzt Maßnahmen
ergriffen werden, damit die Babyboomer 2020 dem Arbeitsmarkt nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch zur Verfügung
stehen -Stichwort: Arbeits-und Beschäftigungsfähigkeit.
Andererseits haben wir bereits heute ein durchschnittlich älteres Erwerbspersonenpotenzial -und damit verbunden
durchschnittlich ältere Belegschaften in den Unternehmen als noch vor ein paar Jahren. Waren 2003 knapp 40 Prozent der
55-jährigen und Älteren in Deutschland in Beschäftigung, sind es vier Jahre später 50 Prozent.
(Quelle: INQUA –Initiative Neue Qualität der Arbeit)
DEMOGRAPHISCHER WANDEL: ZAHLEN UND FAKTEN
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